Umwelt

DW Property misst dem Umwelt‑ und Klimaschutz große Bedeutung bei. Es ist wichtig, die Auswirkungen der Organisation auf unsere Lebensumwelt und unseren Planeten zu verstehen. Der Klimawandel betrifft alle – auch Unternehmen. Extreme Hitze, Überschwemmungen, Dürreperioden und steigende Energiekosten haben direkte Auswirkungen. Durch die nachhaltige Ausrichtung unserer Organisation schützen wir uns vor diesen Klimarisiken.

Das Ziel ist es, bis 2050 Net Zero zu erreichen. Wir setzen uns dafür ein, unsere Emissionen zu reduzieren. Dies gilt sowohl für unsere eigene Organisation als auch für die von uns vermieteten Wohnungen. Durch die jährliche Überwachung unseres CO₂ Fußabdrucks können wir unsere Zielerreichung verfolgen und Maßnahmen ergreifen, wenn wir nicht im Plan liegen.

Net Zero

Für unsere Immobilienportfolios nutzen wir eine ESG Datenplattform, die für uns die CRREM Pathways generiert. Diese Pathways sind wissenschaftlich fundierte Entwicklungspfade, die aufzeigen, wie viel CO₂ ein Gebäude pro Jahr ausstoßen darf und wie diese Emissionen jährlich reduziert werden müssen, um bis 2050 Net Zero zu erreichen. So können wir für jedes Gebäude prüfen, ob es im Einklang mit unseren Zielen steht und ob Handlungsbedarf besteht.

Zu den von unserer Organisation ergriffenen Maßnahmen zählen der Abschluss von Grünstromverträgen für unsere angemieteten Büros sowie die Elektrifizierung unseres Fuhrparks. Darüber hinaus reduzieren wir unseren Energie‑ und Wasserverbrauch, trennen unseren Abfall und recyceln, wo immer dies möglich ist.

CO₂ Fußabdruck

Wir verwenden das Greenhouse Gas Protocol als Grundlage zur Ermittlung unseres CO₂ Fußabdrucks. Diese standardisierte Methode zur Berichterstattung über Treibhausgasemissionen umfasst drei definierte Scopes zur Berechnung und Offenlegung von Emissionen. Dadurch wird unter anderem eine Doppelzählung vermieden.

Der größte Anteil des CO₂ Fußabdrucks unserer eigenen Organisation entsteht durch den Energieverbrauch unserer angemieteten Büros in Rijssen und Berlin sowie der Büros von NMG Vastgoed. Hinzu kommen Emissionen aus der Nutzung unserer Leasingfahrzeuge sowie aus gefahrenen Kilometern mit anderen Verkehrsmitteln (Privatfahrzeuge oder Taxis), Bahn‑ und Flugreisen.

Wir haben einen großen Einfluss auf die Art der von uns genutzten Unternehmensfahrzeuge, weshalb es vergleichsweise einfach ist, diesen Teil unseres CO₂ Fußabdrucks zu reduzieren. Die Regierung fördert die Nutzung elektrischer Mobilität einerseits durch Subventionen und andererseits durch zusätzliche Besteuerung nicht nachhaltiger Verkehrsmittel. Zudem wächst das Angebot an bezahlbaren Elektrofahrzeugen kontinuierlich.

Wir ermitteln jährlich den CO₂ Fußabdruck unserer Immobilienportfolios. Hierfür nutzen wir die Ergebnisse aus den GRESB Real Estate Benchmark‑Berichten. Die Scope‑1‑, Scope‑2‑ und Scope‑3‑Emissionen werden jährlich in unserem Nachhaltigkeitsbericht ausgewiesen.

Biodiversität

In unserem Raum‑ und Funktionsprogramm (RfP) legen wir fest, welche Biodiversitätskriterien unsere neuen Immobilien erfüllen müssen. Beim Erwerb neuer Immobilien werden diese Anforderungen überprüft, mit dem Ziel, möglichst viele Maßnahmen umzusetzen. In Abstimmung mit einem Ökologen werden die Prinzipien des naturinklusiven Bauens sowohl in der Planungs‑ als auch in der Ausführungsphase angewendet.

In unseren Gebäuden kommen begrünte Dächer, Fassaden und/oder Wände zum Einsatz. Bei der Begrünung wird eine Mischung aus heimischen Pflanzenarten verwendet, um die Biodiversität zu fördern. Zudem werden Lebensräume und Einrichtungen für Tiere geschaffen, darunter für Insekten, Vögel und Fledermäuse.

Energieausweise

Innerhalb der EU bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den nationalen Energieausweisen. Bei der Umsetzung von EU‑Vorschriften in nationales Recht haben unterschiedliche Interpretationen oder praktische Umsetzungen zu Abweichungen zwischen den EU‑Mitgliedstaaten geführt. Dies zeigt sich in den unterschiedlichen Ansätzen der Länder in Bezug auf Energieausweise für Immobilien und die Art und Weise, wie diese ermittelt werden.

DW Property bevorzugt die Verwendung fester, messbarer Einheiten, um bei der Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden zuverlässige Vergleiche zu ermöglichen. Die europäischen Unterschiede bei der Festlegung von Energieausweisen könnten sich infolge zukünftiger Änderungen der EU‑Gesetzgebung verringern; derzeit blicken wir jedoch über die Energieausweise hinaus.

Verbrauchsdaten

DW Property arbeitet kontinuierlich daran, die Erfassung von Verbrauchsdaten zu verbessern, mit dem Ziel, eine höhere Abdeckung zu erreichen und die Qualität der Verbrauchsdaten zu erhöhen.

Die Erhebung korrekter Verbrauchsdaten (Energie, Wasser und Abfall) stellt eine große Herausforderung dar und ist leider nicht immer möglich. Die Erfassung dieser Daten ist stark von der Mitwirkung der Netzbetreiber, Energieversorger, Wasserversorger, Abfallentsorgungsunternehmen sowie der Mieter abhängig. Aufgrund der Datenschutzgesetzgebung ist es nicht möglich, individuelle Verbrauchsdaten ohne die Zustimmung der Mieter zu erhalten.

In den Niederlanden sind Sonstige Dienstleister (Other Service Providers, OSPs) befugt, Verbrauchsdaten abzufragen. Diese können die Daten durch Aggregation anonymisieren. Wir nutzen diese anonymisierten, aggregierten Verbrauchsdaten zur Ermittlung des CO₂‑Fußabdrucks unserer Immobilienportfolios. In Deutschland besteht ein solches System derzeit noch nicht.

GRESB

DW Property nimmt am GRESB Real Estate Benchmark teil. Der GRESB‑Benchmark bietet Einblicke darin, wie unsere Immobilienportfolios im Bereich Nachhaltigkeit im Vergleich zu unseren Branchenkollegen abschneiden. Wir nutzen diese Informationen, um unser Engagement innerhalb der Branche zu stärken und unsere Entscheidungsfindung in Bezug auf nachhaltige Investitionen zu verbessern. DW Property verwendet zudem die Ergebnisse aus den GRESB Real Estate Benchmark‑Berichten, um den CO₂‑Fußabdruck seiner Immobilienportfolios zu überwachen.

Zertifizierung

Um einen besseren Einblick in die Nachhaltigkeitsleistung unserer Gebäude zu erhalten, sind diese mit Green Building Certificates ausgestattet. In den Jahren 2022 und 2023 haben wir sämtliche niederländischen und deutschen Immobilien durch W/E Adviseurs, die Zertifizierungsstelle für GPR Gebäude, zertifizieren lassen. Einige deutsche Gebäude verfügten bereits über ein DGNB‑Zertifikat (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen); diese wurden nicht in die GPR‑Gebäude‑Zertifizierung einbezogen. Durch die Zertifizierung aller Gebäude verfügen wir über eine Benchmark, anhand derer wir die Nachhaltigkeit unserer Immobilien miteinander vergleichen können. Die Zertifizierung wird alle drei Jahre überprüft und bei Bedarf aktualisiert.